CDU tritt Streichung der Zuschüsse für die Gedenkstätte in Gurs entgegen

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AfD offenbart einmal mehr ihr wahres Gesicht

Stuttgart / Region. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte war heute neben dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Karl-Wilhelm Röhm einer der beiden Berichterstatter der CDU-Landtagsfraktion im Finanzausschuss des Landtags, als die AfD einmal mehr ihr wahres Gesicht offenbarte. Die rechtspopulistische Partei wollte die Zuschüsse für die Gedenkstätte in Gurs in Höhe von 120.000 Euro aus dem Landeshaushalt streichen. Die CDU trat zusammen mit den anderen Fraktionen dem entgegen und hat dies verhindert. Die hohe Bedeutung der Gedenkstätte Gurs für die Erinnerungskultur des Landes hat Albrecht Schütte in der heutigen Ausschusssitzung zum Ausdruck gebracht. „Im Oktober 1940 wurde die jüdische Bevölkerung aus dem damaligen Gau Baden und damit auch aus meinem Wahlkreis nach Frankreich in das Lager Gurs deportiert. Nur wenigen gelang danach noch die Ausreise oder die Flucht, vielen kamen aufgrund der Bedingungen im Lager um, die meisten wurden später in die Vernichtungslager im Osten transportiert und dort umgebracht“, sagte Schütte.

Der CDU-Abgeordnete erinnerte daran, dass Geschichts- und Kulturdenkmäler aus ganz verschiedenen Epochen der Deutschen Geschichte mit Millionenbeträgen finanziert würden. Wenn die AfD nun relativ kleine Beträge, mit denen Kosten für Gedenkstätten für die Opfer von zwölf Jahren nationalsozialistischen Unrecht finanziert werden, streichen wolle, offenbare sie ihr wahres Gesicht.
„Das Ansehen unseres Landes wird sicher nicht besser, indem wir Grabfelder in Gurs nicht mehr pflegen. Der Versuch sich dadurch zu beruhigen, dass man das Erinnern an Unrecht einschränkt, zeigt nur, wes Geistes Kind die AfD tatsächlich ist. Durch ein Beschränken des Gedenkens an Unrecht erreicht man höchstens, dass eines Tages weitere unverzeihliche Taten im Namen Deutschlands begangen würden“, so Schütte.

Foto / Copyright: Landtag von Baden-Württemberg

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