Krebsprävention stärken – Impfung gegen HPV-Infektionen

Dr. Albrecht Schütte MdL im Gespräch mit Dr. Nobila Ouédraogo

Um sich über die Impfung gegen humane Papillomviren (HPV-Viren) auszutauschen folgte der Sinsheimer Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte der Einladung von Dr. Nobila Ouédraogo, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

Aufgabe der Stabsstelle Krebsprävention ist unter anderem die Aufklärung der Öffentlichkeit. Neben dem Austausch mit Vertretern der Politik und Gesellschaft dienen dazu Wissenskommunikation in die Öffentlichkeit, etwa durch Publikationen und Infografiken.

Seit 2006 können zukünftige Krebserkrankungen aufgrund von HPV-Infektionen durch Impfungen vermieden werden. Da HPV-Viren über den intimen Kontakt übertragen werden, soll die Impfung idealerweise vor dem ersten intimen Kontakt erfolgen. Die Empfehlung sieht aktuell ein Impfschema mit zwei Dosen für Jugendliche im Alter von 9 bis 14 Jahre vor. Jugendliche, die bis zum 15. Geburtstag noch nicht geimpft sind, sollten dies bis zum 18. Lebensjahr nachholen. Hier würden dann drei Dosen erforderlich sein.

„Die Impfung gegen HPV-Viren ist sehr wichtig, da Schätzungen zufolge in Deutschland jedes Jahr rund 7700 Krebserkrankungen auf die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) zurückzuführen sind. Dabei sind nicht nur Frauen, sondern auch Männer, z.B. mit Analkrebs, betroffen“, erklärt Dr. Nobila Ouédraogo.

Deutschland hat im internationalen Vergleich eine eher niedrige HPV-Impfquote, was unter anderem darauf zurückzuführen ist, dass für die betroffene Altersgruppe keine spezifische Impfstruktur (z.B. Schulimpfprogramm) in Deutschland existiert. Zudem gehen Jugendliche selten zum Arzt und werden dadurch kaum erreicht.

„Eine mögliche Lösung, dem entgegenzuwirken ist es, Schulen in die Aufklärung und das HPV-Impfangebot einzubeziehen. Schulen können so als Ort für Aufklärung und ein freiwilliges HPV-Impfangebot genutzt werden. Damit könnte man die Zielgruppe direkt erreichen und aufklären, um Krebserkrankungen aufgrund von HPV-Infektionen zu verhindern.“, schlägt Ouédraogo als Lösungsansatz vor.

Schütte, der wissenschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag ist, sicherte Unterstützung bei der Krebsprävention zu.

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