Hier werden auch die Opfer gehört

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Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte zu Besuch bei der Opfer- und Traumaberatung des Seehaus e.V. in Sinsheim.

Zu einem Gesprächstermin mit der Opfer- und Traumaberatungsstelle des Seehaus e.V. kam der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte nach Sinsheim. Mit Corona-konformen Abstand wurde Schütte dabei von Claudia Löwen, die den Sinsheimer Standort betreut, sowie von Steffen Hofmann, Mitglied des Vereinsvorstandes des Seehaus e.V. in den Räumlichkeiten des SAM-Café am Burgplatz begrüßt.

Bevor Löwen auf die Arbeit der Opfer- und Traumaberatung in Sinsheim einging, erläuterte Hofmann dem Landtagsabgeordneten zunächst die Arbeit des gemeinnützigen Vereins, der seit 18 Jahren im Bereich der Jugendhilfe, Kriminalprävention und Opferhilfe tätig ist: „Ursprünglich als Alternative zum geschlossenen und offenen Strafvollzug gegründet, betreiben wir als Seehaus e.V. Strafvollzug in freier Form im Seehaus Leonberg (Baden-Württemberg) und Seehaus Leipzig (Sachsen). Inzwischen legen wir mit einem unserer weiteren Tätigkeitsfelder, der Opfer- und Traumaberatung, den Fokus auf die Opfer von Straftaten oder traumatischen Erlebnissen: Menschen, die oftmals kaum berücksichtigt werden.“

Seit November 2017 betreibe der Verein die Opfer- und Traumaberatungsstelle in Sinsheim, so Claudia Löwen. Gemeinsam mit einer großen Zahl an ehrenamtlich Tätigkeiten und anderen Institutionen in Sinsheim habe man sich als Beratungsstelle etabliert, so Löwen: „Im Jahr 2020 habe ich fast 250 Gespräche mit 50 Personen geführt. Wir sind dabei explizit ein niederschwelliges Angebot: Von ‚einfachen‘ Gesprächen über Unterstützung bei Verfahren und Behördengängen bis hin zur Kooperation mit anderen Fachberatungsstellen – unsere Arbeit ist vielseitig und in jedem Fall unterschiedlich.“ Das zentrale Anliegen sei, dass die Opfer von Straftaten und ihre Angehörigen wieder zurück in ein normales Leben finden. Wie wichtig ein solch niederschwelliges Angebot ist, betonte der CDU-Landtagsabgeordnete Schütte: „Bevor staatliche Angebote in Anspruch genommen werden können, braucht es von Opfern von Straftaten häufig umfangreiche Unterlagen und Bestätigungen. Statt unterstützt fühlen sich viele Opfer dann alleingelassen. Mit Ihrer Arbeit sorgen sie dafür, dass auch die Opfer gehört werden und Unterstützung finden können. Dies gilt ebenso für Opfer von Unfällen oder ähnlichem.“

Die wichtigste Grundlage für die Arbeit der Opfer- und Traumaberatungsstelle sei eine auskömmliche Finanzierung, so Vorstandsmitglied Steffen Hofmann: „Zu Beginn konnten wir als Verein, unterstützt durch eine Anschubfinanzierung der Deutschen Fernsehlotterie, eine Vollzeitstelle hier in Sinsheim finanzieren. Mittlerweile mussten wir die Stelle aber reduzieren, da bisher keine langfristige Finanzierungszusage erreicht werden konnte.“ MdL Schütte versprach den Vertretern von Seehaus e.V, sich für eine nachhaltige Finanzierung der Arbeit einzusetzen und hierzu zeitnah das Gespräch mit den zuständigen Akteuren zu suchen, sei es auf Ebene des Landes oder des Rhein-Neckar-Kreises. In Zeiten geringer Einnahmen und hoher Ausgaben sei eine Verbesserung der Situation nicht einfach, so Schütte. Einsetzen werde er sich aber auf jeden Fall. „Angesichts ihrer hervorragenden Arbeit und des offensichtlichen Beratungsbedarfs in Sinsheim und der gesamten Region können Sie sich meiner Unterstützung gewiss sein.“

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