Dr. Albrecht Schütte MdL

Investitionen, Fachkräfte und Standortkosten

CDU-Abgeordnete diskutieren

Der CDU-Europaabgeordnete Daniel Caspary war auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte in Sinsheim zu Gast, um mit Vertretern des regionalen Mittelstands ins Gespräch zu kommen. Ziel des Besuchs war es, die praktischen Folgen europäischer Vorgaben zu diskutieren und Anregungen aus der unternehmerischen Praxis direkt in die politische Arbeit auf Landes- und europäischer Ebene mitzunehmen.

Dr. A. Schütte und D. Caspary im Gespräch (Foto: Team Schütte)Dr. A. Schütte und D. Caspary im Gespräch (Foto: Team Schütte)

Der CDU-Europaabgeordnete Daniel Caspary war auf Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte in Sinsheim zu Gast, um mit Vertretern des regionalen Mittelstands ins Gespräch zu kommen. Ziel des Besuchs war es, die praktischen Folgen europäischer Vorgaben zu diskutieren und Anregungen aus der unternehmerischen Praxis direkt in die politische Arbeit auf Landes- und europäischer Ebene mitzunehmen. Dazu hatte der Sinsheimer Stadtrat Christian Rummel (CDU) Termine mit zwei Betrieben ausgemacht.

Den Auftakt machte der Besuch beim Automobilzulieferer Fischer, einem Spezialisten für Präzisionsteile. Hier wurde deutlich, wie wichtig verlässliche politische Rahmenbedingungen für die Industrie sind. Themen wie Bürokratieabbau, Lohnkosten und technologieoffene Lösungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Daniel Caspary betonte, dass Baden-Württemberg als Industriestandort stark bleiben müsse und dass europäische Regelungen praxistauglich ausgestaltet werden sollten. Erste Anpassungen, etwa bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung, seien ein Schritt in die richtige Richtung, müssten aber konsequent weiterentwickelt werden, um insbesondere den Mittelstand zu entlasten. Zudem sehen viele Automobilzulieferer die hohen Kosten am Standort – insbesondere Lohn- und Energiekosten – als zentrale Herausforderung für ihre Wettbewerbsfähigkeit. Die Assoziationsabkommen mit Nordafrika verschärften diese Situation. Zudem verlagere die Autoindustrie selbst Produktionskapazitäten in andere Länder, womit sich auch das Zuliefergeschäft verlagere. Schütte betonte, dass der Standort Baden-Württemberg wieder wettbewerbsfähiger werden müsse, um Arbeitsplätze zu sichern und Abwanderungen ins Ausland zu vermeiden.

Weiter ging es beim Fahrzeugteile-Großhändler Wacker+Döbler, der Werkstätten in der Region beliefert und derzeit mit einem neuen Logistikzentrum gezielt in den Standort Sinsheim investiert. Dennoch sieht sich der Betrieb auch mit Herausforderungen konfrontiert: Langwierige Genehmigungsverfahren und hohe Auflagen verzögern den Bau. Hier wurde deutlich, wie wichtig schnelle Genehmigungsverfahren sind, damit Investitionen zügig umgesetzt werden können. Schütte hob hervor, dass eine moderne Wirtschaftspolitik genau hier ansetzen müsse: Planungssicherheit, schlanke Verfahren und eine Verwaltung, die als Partner der Unternehmen agiert.

Beide Abgeordneten unterstrichen, dass qualifizierte Fachkräfte eine Schlüsselrolle für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts spielen. Neben akademischen Abschlüssen brauche es vor allem gut ausgebildete Handwerker und Facharbeiter. Die CDU Baden-Württemberg setzt sich deshalb für eine starke duale Ausbildung und die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung ein, etwa durch die vollständige Übernahme der Meisterkosten. Leistung, Einsatz und Verantwortung müssten sich wieder lohnen – für Beschäftigte ebenso wie für Unternehmen.