"Beim nächsten Starkregenereignis müssen wir solche Schäden im Ober- und Unterdorf verhindern"
Montag, den 06. Juni 2016 um 12:35 Uhr

Rückhaltebecken verhinderte viel Schlimmeres / Dr. Albrecht Schütte MdL gemeinsam mit Bürgermeister Holger Karl in Bammental unterwegs / Hochwasserschutz im Fokus

"Hier müssen wir ansetzen, um Schäden im Ober- und Unterdorf bei Starkregenereignissen zu verhindern": Bürgermeister Holger Karl und Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte am Einlauf des Weihwiesenbaches in die Verdolung

Bammental. Nach den Überschwemmungen in Folge des Starkregens machte sich der Landtagsabgeordnete Dr. Albrecht Schütte gemeinsam mit Bürgermeister Holger Karl ein Bild vor Ort. Bereits am Tag des Unwetters hatte er sich über die Lage in seiner Heimatgemeinde informiert. "Gerade letzte Woche war ich zu einem Gespräch beim Hochwasserzweckverband", so Schütte einleitend. "Dabei wurde deutlich, wie sehr der Schutz an Elsenz und Schwarzbach verbessert werden konnte." Aufgrund der Wetteränderungen der letzten Jahre werde nun auch der Schutz gegen lokale Starkregenereignisse immer wichtiger.

"Mit dem Bau des Rückhaltebeckens am Weihwiesenbach konnte einiges bereits verbessert werden", waren sich die beiden Politiker einig. Trotzdem habe die Gemeinde bei diesem tausendjährigen Starkregenereignis wieder Überflutungen erlebt. Besonders betroffen waren die Unterlieger des Rückhaltebeckens am Weihwiesenbach der Fischersberg, das Vorstädl und das Areal um Scheid´sche Mühle und Rathaus.

Neuralgischer Punkt für das Unterdorf ist der Verlauf des Weihwiesenbachs in seinem verdolten Teil unterhalb der Oberdorf- und Wiesenbacher Straße. Zusammen besichtigten Bürgermeister und Landtagsabgeordneter daher das im letzten Jahr in Betrieb genommene Rückhaltebecken sowie die Rechen, die an verschiedenen Stationen an diesem Gewässer verhindern sollen, dass Geröll und Äste den Einlauf der Verdolung in der Oberdorfstraße zusetzen.

„Die Rechen sind erst vor Kurzem gereinigt worden, doch der Bach hatte so viel Grünschnitt und selbst Geröll mitgerissen, dass der Rechen am Kanaleinfluss verstopfte und die Wassermassen über den Einlauf auf die Straße flossen und dann das Unterdorf überfluteten“, erläuterte Bürgermeister Karl. Dabei habe das Rückhaltebecken viel Schlimmeres verhindert, da rund zwei Drittel der Wassermassen zurückgehalten wurden.

Karl und Schütte, der in seiner Funktion als Gemeinderat in Bammental über die dortigen Maßnahmen des Hochwasserschutzes informiert ist, ist es wichtig, Rückschlüsse aus den Ereignissen zu ziehen. "Für uns steht Prävention klar im Vordergrund. Wir müssen aus diesem Ereignis lernen, wie wir zukünftig eine Überflutung vermeiden oder Schäden auf ein Minimum reduzieren."

Schütte dankte den vielen engagierten Helferinnen und Helfern der Feuerwehr und weiteren Organisationen, die den ganzen Tag im Einsatz gewesen waren. „So viele Menschen aus Bammental und der Umgebung haben sich hier vor Ort auf tatkräftige und vielfältige Wiese eingesetzt – ohne diese Unterstützung wären in meiner Heimatgemeinde noch schlimmere Schäden entstanden.“

Während der Besichtigung hatte Schütte von den Forderungen der CDU-Fraktion auf Unterstützung für die vom Hochwasser Betroffenen berichtet. Im Mittelpunkt stehen dabei natürlich in erster Linie die dramatisch betroffeneren Gemeinden wie Braunsbach. Nur Stunden nach dem Besuch konnte der Landtagsabgeordnete dann die Mitteilung zu den ersten Maßnahmen des Landes an den Rathauschef weiterleiten. Mit der Auszahlung über die Gemeinden von 2.500.- Euro je Haushalt für den Ersatz von den dringend notwendigen Dingen des täglichen Bedarfs würden diejenigen unbürokratisch und schnell unterstützt, die quasi alles verloren haben. Inzwischen liefen im Kabinett die Beratungen über Finanzhilfen für die Beseitigung von Schäden insbesondere auch an der Infrastruktur der Gemeinden wie hier in Bammental oder auch in Altneudorf.

"Auch dazu werden wir sehr bald Beschlüsse haben, die ich dann natürlich schnellstmöglich an die entsprechenden Gemeinden weiterleiten werde", machte Schütte klar.
(Text/Fotos: Nahrgang)

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