„Die Grundversorgung in den kleineren Orten muss gesichert sein“
Montag, den 29. Februar 2016 um 20:04 Uhr

Auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Helmstadt-Bargen kam CDU-Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte vor Ort ins Kraichgaudorf nach Bargen

CDU-Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte vor Ort im Krachgaudorf Bargen

Bargen. Auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes Helmstadt-Bargen kam CDU-Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte vor Ort ins Krachgaudorf nach Bargen. Ursula Dentz-Gattig als Vorsitzende des CDU- Gemeindeverbandes hatte gemeinsam mit dem CDU-Landtagskandidaten Dr. Albrecht Schütte zum Ortsrundgang in Bargen eingeladen. Bürgermeister Wolfgang Jürriens sowie Ortsvorsteher Thomas Weber und der stellvertretende Bürgermeister Manfred Hönig und einige CDU-Mitglieder nahmen an dem Ortsrundgang in Bargen teil, worüber sich Dentz-Gattig als Vorsitzende freute und alle recht herzlich begrüßte. Thomas Weber, der seit 1984 Gemeinderat und seit 2013 Ortsvorsteher ist, führte die Gruppe. Gestartet wurde die Führung an der ehemaligen Verwaltungsstelle, die vor fünf Jahren aus Kostengründen geschlossen und nach Helmstadt verlegt wurde.

„Ein Bringservice für die Bürger/innen und eine sehr gute Busanbindung sorgen heute dafür, dass wir für die Bürger noch immer leicht zu erreichen sind“, sagte Weber. Die Räume der ehemaligen Verwaltungsstelle werden seit kurzem als Anschlussunterbringung für eine syrische Familie aus Damaskus genutzt. Das Dorfmuseum sowie ein Proberaum für den Männergesangsverein sind ebenfalls dort untergebracht.

Der Weg führte vorbei am Feuerwehrgeräteraum. Die Feuerwehren der verschiedenen Ortsteile werden zu den Einsätzen gemeinsam gerufen. „Viele der aktiven Feuerwehrleute arbeiten außerhalb – daher müssen wir in allen Stationen Alarm schlagen, um zu gewährleisten, dass genügend Personal zur Stelle ist“, erläuterte Manfred Hönig, der sich selbst für die Feuerwehr engagiert. „Die Ortsteile rücken näher zusammen. Ich wünsche mir daher eine weiterhin funktionierende und harmonische Gesamtwehr“, so Bürgermeister Jürriens. Die Feuerwehr habe erst kürzlich einen Bedarfsplan erstellt, um Ersatzbeschaffungen zeitlich aufzuzeigen, was allerdings aus Kostengründen nur schwer einzuhalten sein wird. Verwiesen wurde hier auf das beantragte Feuerwehrauto in Helmstadt, was für die „Gesamtwehr“ beantragt wurde.

Eine weitere Station war das Flüchtlingsheim (Erstunterbringung), welches bis zu 50 Schutzsuchende beherbergen kann. Die Kinder der dort untergebrachten Familien besuchen die ortansässige Grundschule, die eigens für diese Schüler eine Förderklasse betreibt, oder eine weiterführende Schule in Helmstadt oder Umgebung. Ortsvorsteher Weber wünscht sich mehr Unterstützung vom Rhein-Neckar-Kreis mit Hinblick auf die Betreuung der Asylbewerber: „Wir brauchen hier mehr professionelle Hilfe.“

Der Rundgang führte an der Turn- und Sporthallte sowie an der Grundschule vorbei. In der Grundschule werden momentan 70 Schüler von vier Lehrkräften unterrichtet. Die Stelle des Direktors wurde ausgeschrieben, nachdem die ehemalige Rektorin Anfang letztens Jahres in Ruhestand gegangen ist. „Die neue Direktion erwartet eine Grundschule mit Charme und ein Team mit viel Elan und großem Engagement“, lobte Jürriens die Schule, in der jahrgangsübergreifend die 1. und 2. sowie die 3. und 4. Klässler gemeinsam unterrichtet werden.

Entlang der Schulstraße blickte man noch kurz in den Kindergarten und schloss dann den Rundgang über das Neubaugebiet am Ausgangspunkt der ehemaligen Verwaltungsstelle wieder ab. Die bevorstehende Übernahme der restlichen Bauplätze „Ob dem hohen Graben“ sowie die geplante Sanierung der Hauptstraße, die Teil der Landesstraße L 530 ist und in zwei Abschnitten erfolgen wird, war Thema im Gespräch mit dem Landtagskandidaten und belastet die Gemeinde finanziell stark.

Einen Blick warf man auch auf das Neubaugebiet. Hier sind inzwischen die ersten Häuser entstanden, allerdings können auch noch Grundstücke erworben werden. „Wir haben die nötige Grundversorgung, wie Schule, Kindergarten und Feuerwehr für unsere Bewohner – dies muss auch in den kleinen Orten gesichert sein“, so Weber. Er befürchtet, dass sich die Bürger nicht mehr mit dem Ort identifizieren werden, wenn eine gewisse Infrastruktur nicht gewährleistet sei, oder sich für den Wohnort Bargen nicht entschließen.

„Man muss jetzt etwas tun, da die finanziellen Maßnahmen auf Landesebene vorhanden sind, um in Sanierungen zu investieren“, sagte Schütte im Anschluss im Dorfmuseum von Bargen. Schütte bedankte sich für die ausführliche und interessante Führung: „Es ist wichtig, Bilder im Kopf mitzunehmen und nachdem ich jetzt alle drei Ortsteile besucht habe, kann ich jeden individuell und mit seinen Besonderheiten betrachten.“

Ursula Dentz-Gattig bedankte sich im Namen des CDU-Gemeindeverbandes ebenso bei allen recht herzlich für den ausführlichen Rundgang und resümierte noch einmal kurz die Verschiedenartigkeit der drei Ortsteile sowie die Hoffnung, dass Dr. Schütte – wenn er in den Landtag am 13.März 2015 gewählt wird – sich bitte dem ländlichen Bereich und somit auch für die Gemeinden gerade mit mehreren Ortsteilen und deren extreme finanzielle Belastung politisch einsetzen möge.

(Text/Fotos: Christine Nahrgang)