„Die Angebote müssen sich am Menschen orientieren“

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Dr. Albrecht Schütte MdL besuchte das Berufsbildungswerk Heidelberg-Rohrbach

Heidelberg-Rohrbach. Das Berufsbildungswerk Mosbach-Heidelberg (BBW) ist eine berufliche Bildungseinrichtung für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf. Es bietet ihnen Ausbildungen in bundesweit anerkannten wie sondergeregelten Berufen sowie berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen an. Hierbei sind die Lerninhalte, Ausbildungsgestaltung, Ausstattung und begleitende Hilfen ganz auf die besonderen Bedürfnisse der Zielgruppe ausgerichtet.

Im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte (CDU) schilderte der Leiter des BBW Mosbach-Heidelberg, Manfred Weiser, die Entwicklung der Bildungseinrichtung, die unter der Trägerschaft der Johannes-Diakonie Mosbach steht. Dort war bereits 1977 ein BBW geschaffen worden, an dem seither rund 3000 Jugendliche beziehungsweise junge Erwachsene den Sprung in die Arbeitswelt geschafft haben.

Seit September 2011 betreibt das BBW Mosbach-Heidelberg diesen zusätzlichen Standort in Heidelberg und bietet so die Möglichkeit einer wohnortnahen Ausbildung. Dies sei ein Schritt in Richtung Dezentralisierung der Behinderteneinrichtung, wie er aktuell angestrebt werde, so Weiser. Dabei dürfe man das Kind aber nicht mit dem Bade ausschütten, waren sich Weiser und Schütte einig, für manche Menschen mit Einschränkungen könne die optimale Förderung nur in Zentren wie Mosbach oder Schwarzach stattfinden.  Christina Anger, Ausbildungs- und Standortleiterin des BBW in Heidelberg, erklärte: „Hier wird keiner zurückgelassen, aber dafür braucht es natürlich eine intensive Betreuung.“ Rund 120 junge Menschen werden am Standort Heidelberg vor allem in vier Ausbildungsbereichen ausgebildet. Im Bereich Holztechnik zum Beispiel können junge Männer und Frauen eine Ausbildung zum Fachpraktiker für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice machen, in einem anderen Bereich zur Fachkraft für Lagerlogistik.

Weiser erläuterte kommende Projekte, die diese Angebote ausbauen sollen. So führe man nicht nur zum neuen Schuljahr weitere Ausbildungsberufe ein, man versuche auch gänzlich neue Wege zu gehen: „Wir möchten moderne Mittel und virtuelle Klassenzimmer nutzen. Besonders für Schülerinnen und Schüler, die aus verschiedenen Gründen für längere Zeit die Schule nicht besuchen können, ist das eine echte Alternative.“ Hier gäbe es bereits eine Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Kultusministerium. Weitere zukünftige Projekte sollen ein virtuelles Vollangebot mit Coaching und Therapieangeboten integrieren.

Schütte sagte seine Unterstützung zu: „Wir müssen diese Ressourcen der modernen Technik nutzen und optimieren.“ Bei einem Rundgang durch den Standort Heidelberg schaute Schütte den Auszubildenden über die Schulter und informierte sich über die Inhalte der einzelnen Berufe. Im Gespräch mit Auszubildenden der Fahrradtechnik ließ sich Schütte das Vorgehen bei einer Fahrradreparatur erläutern und fragte nach Rat bezüglich seines eigenen Rades. Die jungen Männer gaben dem Parlamentarier und Hobbyradler nützliche Tipps. Junge Damen, die kurz vor ihrer Gesellenprüfung Teil 1 in der Friseurausbildung stehen, konnten Schütte zwar keinen auf seine Person bezogenen Tipp geben, zeigten dem Abgeordneten aber, wie eine Dauerwelle gemacht wird. Schütte wünschte ihnen viel Glück für die bevorstehende Prüfung.

Stolz war Friseurmeister Frank Beisel neben den Fortschritten seiner Schützlinge auch darüber, dass eine seiner Auszubildenden mehrere Bilder für eine Vernissage geschaffen hat.

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