Dr. Albrecht Schütte und Christiane Staab zu Besuch beim DRK in Sinsheim

Die Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte und Christiane Staab (beide CDU) besuchten zusammen mit Jürgen Wiesbeck, unter anderem Präsident des DRK Rhein-Neckar/Heidelberg, und Caroline Falk, Geschäftsführerin dieses DRK-Kreisverbandes, die Rettungswache des DRK in Sinsheim.

Nach einer Führung durch die Rettungswache, die derzeit saniert wird, tauschten sich die Abgeordneten mit Nino Blavustyak und Ramon Hoeft, den Verantwortlichen im Bereich Rettungsdienst, aus. Dabei standen die aktuellen Herausforderungen im Rettungsdienst wie das Fehlen von Fachkräften im Fokus. Gleichzeitig sind Beschäftigte wegen steigender Notrufzahlen immer höheren Belastungen ausgesetzt. „Hier muss dringend gegengesteuert werden, damit es langfristig nicht zu Engpässen in der Versorgungssicherheit kommt“, betonten Schütte und Staab unisono.

Laut DRK werde oft unberechtigt die 112 gewählt, auch ohne medizinische Notlage. Alarmierungen dieser Art belasteten die Rettungskräfte, die kaum noch Pausen zwischen den Einsätzen hätten. Zugleich seien die Fachkräfte blockiert für lebenskritische Notfalleinsätze. Hier müsse ein Umdenken stattfinden, forderten die Abgeordneten. So mache die Aufteilung zwischen 116117 als Nummer des kassenärztlichen Notdienstes und 112 als Notruf auf verschiedene Leitstellen wenig Sinn.

„Erschwerend hinzukommt, dass die Fluktuation bei den Notfallsanitätern enorm ist. Es ist sehr selten geworden, dass die Leute ihr ganzes Leben bei uns arbeiten. Gleichzeitig haben wir nur begrenzte Ausbildungskapazitäten,“ so Jürgen Wiesbeck.

Besonders das neue Rettungsdienstgesetz, dass derzeit im Landtag beraten wird, wurde intensiv diskutiert. Schütte und Staab, die selbst ehrenamtlich in den Blaulichtorganisationen DLRG und Feuerwehr tätig sind, bekräftigten, sich im laufenden Verfahren für eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Rettungsdienst einzusetzen. Daher soll die bisherige Formulierung im Regierungsentwurf einer Förderung von bis zu 90 Prozent für Rettungswachen im parlamentarischen Verfahren noch korrigiert werden. Damit können sich die Rettungsorganisationen auf einen festen Zuschussbetrag des Landes verlassen. Das gilt erst recht vor dem Hintergrund, dass in anderen Bundesländern die Krankenkassen deutlich höhere Kosten für den Rettungsdienst, in Teilen auch für den Neubau von Rettungswachen, übernehmen.

Abschließend bedankten sich die beiden Abgeordneten bei den Rettungskräften und allen Beteiligten für ihre wichtige Arbeit, besonders auch während der aktuellen EM, die eine enorme Herausforderung für alle Einsatzkräfte der Blaulichtfamilie ist.

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