Bei der Entscheidung zur Beschulung muss das Kind im Mittelpunkt stehen
Montag, den 25. Februar 2019 um 11:00 Uhr

Dr. Albrecht Schütte MdL besuchte die SRH-Schulen in Neckargemünd

Auf dem Foto von links nach rechts: Christoph Klingele, Dr. Albrecht Schütte, Sabina Müller, Elisabeth Rothfuss und Florian Dold.

Neckargemünd. Für den Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte (CDU) sind die SRH-Schulen in Neckargemünd ein wichtiger Baustein in der Bildungslandschaft: „Das Wohl des betroffenen Kindes muss im Mittelpunkt stehen. Dafür kann die Einzelinklusion an der Regelschule, in anderen Fällen aber auch der Besuch eines Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ), der richtige Weg sein.“, so Schütte in einer Gesprächsrunde mit dem stellvertretenden Schulleiter Christoph Klingele, den Abteilungsleiterinnen Sabina Müller (Oberstufe Allgemeinbildendes und Berufliche Gymnasium, Elisabeth Rothfuss (Kooperative Orientierungsstufe) sowie Abteilungsleiter Florian Dold für den Primarbereich.

 

Auf Nachfrage des Abgeordneten schilderten Müller und Ihre Kollegen die Herausforderungen, um genau diesen passenden Bildungsgang zu ermöglichen: Schüler bräuchten einen entsprechenden Förderbescheid, der immer eine spezielle Kategorie von Behinderung enthalten müsse. Rothfuss ergänzte, dass dies häufig ein Problem für Autisten sei, da es für sie keinen Bescheid gäbe. Im Normalfall besuche das Kind dann mit einem Begleiter die Regelschule, so der stellvertretende Schulleiter. Der Abgeordnete sagte: „Wenn Kinder aufgrund einer Behinderung auf der Regelschule durch alle Raster fallen, dann muss für diese Kinder ein besonderes Bildungsangebot ermöglicht werden.“ In jedem Fall komme es auf die gute Zusammenarbeit an – Land für Lehrkräfte und Kreis/Jugendhilfe für Schulbegleiter.

Schütte erkundigte sich auch nach der Zusammenarbeit von SBBZ und Regelschulen, im Speziellen die Außenklassen der SRH. Klingele berichtete, dass man an sieben Standorten in der Region, unter anderem in Mauer, Steinsfurt und Helmstadt im Rahmen von sogenannten kooperativen Angeboten sehr gute Erfahrungen mache. Durch den Lehrerschlüssel seien in solchen „gemischten Klassen“ immer mehr als eine Lehrkraft vor Ort. Das komme ebenso wie der ungezwungene Umgang miteinander allen Schülern sehr zu Gute.

Neben dem ausführlichen Gespräch hospitierte Schütte in einer vierten Klasse und einer kooperativen Orientierungsstufe, in der die Fünftklässler aller Bildungsgänge gemeinsam beschult werden. Sichtbar konnte der Abgeordnete miterleben, mit welchem Engagement sich die Lehrkräfte um die einzelnen Schülerinnen und Schüler kümmern. Klar wurde auch, dass der Betreuungsschlüssel dabei wesentlich ist. In einer Oberstufenklasse des Wirtschaftsgymnasiums stellte Schütte das Amt und den Alltag eines Abgeordneten vor. In der anschließenden Diskussion mit den Schülern ging es u.a. um Elektromobilität und erneuerbare Energien. (Fotos/ Text: Christine Nahrgang)