Erntefrischer Apfelsaft aus eigenen Äpfeln
Donnerstag, den 04. Oktober 2018 um 17:50 Uhr

Dr. Albrecht Schütte MdL zu Besuch bei Falter Fruchtsaft in Heddesbach

Heddesbach. Der Landtagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Sinsheim-Neckargemünd-Eberbach, Dr. Albrecht Schütte, nutzte die Gelegenheit des Besuchs von „Falter Fruchtsaft“ im beschaulichen Heddesbach, um einige Säcke selbst geerntete Äpfel gegen sogenannten „Lohnmost“ einzutauschen. So ergaben die 33 kg abgegebenen Äpfel insgesamt 19 Liter Saft, die er stark vergünstigt mitnehmen konnte.

Mit Michaela Falter, die den CDU-Parlamentarier zusammen mit den beiden Geschäftsführern Gitta und Lothar Falter durch die Produktionsstätte führte, folgte Schütte den eigenen Früchten auf dem Weg zum fertigen Apfelsaft. Vorbei an einer Wasch- und Sortieranlage, bei Falter wird das ankommende Obst noch per Hand aussortiert, führt der Weg der Äpfel nach der Zerkleinerung in eine der drei Obstpressen – bis zu 200 Tonnen Äpfel können so in 24 Stunden verarbeitet und zu Saft gepresst werden.

„Unsere Maschinen laufen im Moment auf Hochtouren, dieses Jahr ist die Apfelernte außerordentlich gut“, so Michaela Falter. Sie führte den Landtagsabgeordneten zum Abschluss des Rundgangs zur Abfüllanlage, wo bis zu 5000 Flaschen pro Stunde abgefüllt werden könnten. „Mit ihrem Fokus auf Regionalität und eine nachhaltige Produktion leisten sie aktiv einen großartigen Beitrag zu Natur- und Klimaschutz, vielen Dank dafür“, so Schütte in der anschließenden Diskussion mit den Geschäftsführern.

Gitta Falter betonte ebenfalls, wie wichtig für sie und ihren Bruder, die zusammen das Unternehmen führen, der Naturschutz sei: „Der Erhalt der Streuobstwiesen ist uns als Unternehmen eine Herzensangelegenheit.“ Des Weiteren schone man durch eine betriebseigene Kläranlage und eine besonders wasserschonende Produktion die Natur, so Gitta Falter. Ein Problem der Firma Falter sei jedoch die mangelnde Bereitschaft vieler Verbraucher, lokal produzierten Saft zu kaufen: „Wir legen wirklich großen Wert auf Regionalität, aber mit den Preisen für Apfelsaft irgendwo aus Europa für Discounter können wir nicht mithalten.“

Der CDU-Parlamentarier Schütte stimmte dem zu: „Manche können es sich nicht leisten, aber bei anderen fehlt leider oft die Bereitschaft, etwas mehr für regionale Produkte zu zahlen.“ Politik leiste mit Förderprogrammen etwa für Streuobstwiesen einen gewissen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und für die Stärkung der regionalen Produktion. Ohne Bereitschaft der Verbraucher für Regionalität etwas extra zu zahlen, könne man aber nicht erfolgreich sein.

Einig waren sich Falter und Schütte, dass die immer steigenden bürokratischen Anforderungen, zuletzt durch die DS-GVO, den mittelständischen Unternehmen das Leben unnötigerweise immer schwerer machen. Nach der Diskussion konnte sich der Landtagsabgeordnete im „Saftladen“ seinen Lohnmost abholen, neben erntefrischen Apfelsaft findet man hier das gesamte Sortiment von Falter.

(Text/Foto: Florian Hummel)