Familienbetrieb mit hohem Einsatz für Gaumen und Natur

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Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch und CDU-Landtagsabgeordneter Dr. Albrecht Schütte zu Besuch beim Weingut Zipse in Sinsheim-Weiler

Sinsheim. Die letzten Tage der parlamentarischen Sommerpause nutzte Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, auf Initiative des örtlichen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Albrecht Schütte, für eine Stippvisite beim Weingut Zipse in Sinsheim-Weiler. Mit der Staatssekretärin kam eine echte Weinkennerin zu Besuch, Gurr-Hirsch war 1976/1977 Württembergische und Deutsche Weinkönigin. Begrüßt wurden die beiden Landespolitiker sowie der CDU-Fraktionsvorsitzende im Gemeinderat, Friedhelm Zoller, von Peter Zipse, Inhaber des Weinguts Zipse, sowie seiner Schwester Tanja Zipse, die für den familieneigenen Hotel- und Restaurantbetrieb „Küferschänke“ verantwortlich ist.

Auf insgesamt fast 7 Hektar Fläche bewirtschaftet der Juniorchef Peter Zipse zusammen mit der ganzen Familie mittlerweile in vierter Generation die Weinberge rund um die Burg Steinsberg, den Kompass des Kraichgaus. „Ich bin dankbar und stolz, dass ich den traditionsreichen Familienbetrieb weiterführen und auch weiterentwickeln kann“, so Zipse. Zu Beginn führte Zipse in die Weinproduktion ein und stellte dar, welche Herausforderung zu meistern sind, damit hier vor Ort qualitativ hochwertiger Wein geerntet werden kann.

Im Fokus des Besuchs standen jedoch nicht allein die Weinreben der Familie Zipse, sondern die Aronia-Beeren, die seit mittlerweile 2 Jahren am Fuße des Steinsbergs wachsen und gedeihen. Die Aronia-Beere, so Zipse, sei ein echter „Alleskönner“ – gesund, schmackhaft und pflegeleicht. Gerade in Lagen, in denen Weintrauben nur schlecht wachsen, habe man mittlerweile Aronia-Sträucher gepflanzt – Tendenz steigend: „Für das nächste Jahr werden wir voraussichtlich einen eigenen Vollernter für die Aronia-Ernte anschaffen.“ Gleichzeitig tue man auch etwas für die Artenvielfalt: Zwischen den Aronia-Sträuchern sollen in Zukunft Blühstreifen für Bienen gepflanzt werden – in enger Kooperation mit einem Weilerer Imker. „Man kann nur bewundern, was sie hier täglich leisten“, stellte der Landtagsabgeordnete Schütte fest: „Viele sprechen über Regionalität und Nachhaltigkeit – Sie leben es vor!“

Der Vertrieb des Aronia-Safts soll so ein weiteres Standbein des Familienbetriebs werden, neben der Weinherstellung sowie dem Hotel- und Restaurantbetrieb in Weiler. Das Geschäft im Hotel und Restaurant „Küferschänke“ habe nach der Lockerung der Corona-Maßnahmen zwar wieder zugenommen, nach wie vor könne man jedoch nur deutlich weniger Gäste als gewohnt begrüßen, berichtete Tanja Zipse: „Gerade die Absage der Heimattage in Sinsheim hat uns schwer getroffen, hier haben wir uns einen positiven Effekt für die ganze Sinsheimer Erlebnisregion erhofft.“ Bedauerlich, aber alternativlos sei die Absage der Heimattage gewesen, so Schütte, der wie die Staatssekretärin Gurr-Hirsch gleichzeitig die Hoffnung hegte, dass die Corona-Pandemie die Bedeutung von regional erzeugten Lebensmitteln wieder mehr in den Blickpunkt bringe: „Wir haben hier eine große Diskrepanz zwischen Forderungen nach mehr Regionalität und dem tatsächlichen Verhalten. Umso wichtiger ist es, dass es Betriebe wie Ihren gibt.“

Zum Abschluss des Gesprächs bedankten sich die beiden Landespolitiker für die Möglichkeit des Besuchs, aber insbesondere für den großen Einsatz der Familie Zipse. „Den elterlichen Weinbaubetrieb mit angeschlossener Gastronomie zu übernehmen ist zweifelsohne eine mutige Entscheidung. Ihnen merkt man jedoch an, dass Sie mit 100% Engagement dabei sind – Hut ab vor Ihrer Leistung!“, so die Staatssekretärin anerkennend. (Text: Florian Hummel / Fotos: Christine Fischer)

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