Dr. Albrecht Schütte MdL informiert aktuell


BW: Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen
Montag, den 16. März 2020 um 15:04 Uhr

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage und der stark steigenden Zunahme von Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung eine Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen beschlossen. Hier finden Sie die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) vom 16. März 2020: Rechtsordnung

 
Das Wirtschaftsministerium BW informiert
Montag, den 16. März 2020 um 14:59 Uhr

Auf dieser Website finden betroffene Unternehmen und Beschäftigte vielfältige hilfreiche Informationen:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/informationen-zu-den-auswirkungen-des-coronavirus/

 
Informationen rund um das Corona Virus (Covid-19)
Montag, den 16. März 2020 um 13:30 Uhr

Die folgenden Informationen wurden am 14. März 2020 zusammengestellt und können sich ändern. Ziel ist, eine grobe Übersicht zu geben. Weitere Details finden Sie in den jeweils angegebenen Links.

All denjenigen, die in unserem Gesundheitssystem tätig sind, die Notbetreuung sicherstellen oder in den Supermärkten, Lebensmittelgeschäften und Apotheken die Bevölkerung versorgen, danke ich ganz herzlich!

Einführung: Im Dezember 2019 infizierten sich in der chinesischen Millionenstadt Wuhan Menschen mit dem bis dahin unbekannten Coronavirus SARS-CoV-2, welches die Atemwegserkrankung Covid-19 (für Coronavirus disease 2019) auslöst. Im Gegensatz zu Bakterien können sich Viren nicht alleine vermehren, sondern befallen Zellen im Körper und bringen diese dazu, den Virus zu reproduzieren. Antibiotika wirken gegen Bakterien aber nicht gegen Viren.

Ziel der ergriffenen Maßnahmen

Das Ziel der aktuell getroffenen Maßnahmen ist, eine Überlastung des Gesundheitssystem zu vermeiden. D.h. für alle diejenigen, die einen schweren Verlauf haben, die notwendige Versorgung zur Verfügung stellen zu können. Dabei geht es im Wesentlichen um die Anzahl von Plätzen für intensiv medizinische Betreuung. Natürlich muss unser medizinisches System auch diejenigen versorgen können, die dies dringend aus anderen Gründen (akute Herzerkrankung, Influenza und vieles mehr) benötigen. Daher wird die Kapazität zur Versorgung der Corona Erkrankten in den Krankenhäusern durch Verschiebung von allen nicht dringenden Operationen und Behandlungen erhöht. Vor allem muss die Ausbreitung des Corornavirus so verlangsamt werden, dass der Peak an Erkrankungen von unserem Gesundheitssystem bewältigt werden kann.

Folgende animierte Grafik erklärt das Prinzip: https://flowingdata.com/2020/03/09/flatten-the-coronavirus-curve/

Oder schauen Sie folgendes Video des ZDF an: https://www.youtube.com/watch?v=Buqviy1e9uM

Laut dem Robert-Koch-Institut (https://www.rki.de) verliefen bisher 80% der Fälle leicht oder mild, 14% verliefen schwer, ca. 6% lebensbedrohlich.

Ergriffene Maßnahmen zur Reduktion der Übertragung (2 Phasen) Um dieses Ziel zu erreichen wurden in 2 Phasen Maßnahmen ergriffen:

• Zunächst wurden die Infizierten und Verdachtsfälle (Aufenthalt in Risikogebieten oder Kontakt mit Infizierten) vom Rest der Bevölkerung getrennt. Infizierte im Krankenhaus oder häuslicher Quarantäne, alle andere in häuslicher Quarantäne.

• Inzwischen werden zusätzlich Personen mit einem hohen Risiko für einen schwerwiegenden Verlauf besonders geschützt. So werden z.B. die Besuche in Alten- und Pflegeheimen stark eingeschränkt bzw. untersagt. Zudem wird die Ausbreitung des Virus durch eine Einschränkung der sozialen Kontakte drastisch reduziert. Dieser Gedanke steht hinter den verfügten Schul- und Kitaschließungen, der Schließung von Clubs etc.

Reduzieren Sie soziale Kontakte, die nicht unbedingt notwendig sind. Zusätzliche Informationen zur Schulschließung finden Sie hier: https://static.kultus-bw.de/corona.html

Informationen des Sozialministeriums finden Sie hier: https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/

Symptome von Covid-19
Die Symptome von Covid-19 sind vielfältig und aufgrund der Kürze, seitdem es die Krankheit gibt, nicht abschließend bekannt. In den meisten Fällen treten Fieber und/oder (trockener) Husten auf. Weitere Informationen finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2

oder hier: https://www.facebook.com/ZDFheute/photos/a.275406990679/10158325218320680/?type=3&theater

Es dauert zwischen 1 und 14 Tage bis Symptome auftreten (sogenannte Inkubationszeit), im Median ca. 5 Tage https://hub.jhu.edu/2020/03/09/coronavirus-incubation-period/

Falls sich bei Ihnen Symptome zeigen und Sie befürchten Corona zu haben, gehen Sie bitte nicht einfach zu Ihrem Hausarzt, sondern rufen Sie dort an, bzw. unter der Nummer 116117 oder rufen Sie das Informationstelefon des Rhein-Neckar-Kreises unter 06221 522 1881 an.

Risikogruppen

Bei der Ansteckung mit dem Coronavirus sind bisher keine Unterschiede zwischen Altersgruppen und den Geschlechtern bekannt, bei der Anzahl schwerer Verläufe schon. Es gibt Berichte über schwere Verläufe auch bei gesunden 40-Jährigen. Gefährdet, dass die Krankheit einen schweren Verlauf nimmt, sind aber allerdings vor allem ältere Menschen ab 60, Raucher und Personen mit Vorerkrankungen des Herzens, der Lunge, chronischen Lebererkrankungen, Zuckerkrankheit, mit einer Krebskrankheit und Personen mit einem geschwächten Immunsystem. (siehe Robert-Koch-Institut: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2)

Übertragung

Die Übertragung erfolgt in den allermeisten Fällen über Tröpfcheninfektion. Dabei gelangen Krankheitserreger beim Sprechen, Husten oder Niesen mit winzigen Speichel-Tröpfchen an die Luft und werden anschließend von einem anderen Menschen eingeatmet bzw. direkt über Schleimhäute aufgenommen. Seltene Fälle von Übertragungen über eine sogenannten Schmierinfektion oder die Bindehaut des Auges gibt es auch. Bei einer Schmierinfektion werden die Erreger mittelbar z.B. über Türklinken übertragen. Andere Übertragungen z.B. über Blut konnten bisher nicht festgestellt werden. Ob eine Übertragung über die Luft möglich ist, wird unterschiedlich beurteilt. In jedem Fall ist sie selten.

Häufig und lang Händewaschen, bei den notwendigen Sozialkontakten 1,5 m Abstand halten, in die Armbeuge niesen und weitere grundsätzliche hygienische Sorgfaltspflichten beachten.

Medikamente/Impfstoffe
Gegen das Coronavirus gibt es aktuell weder Medikamente noch Impfstoffe. Natürlich wird daran mit Hochdruck geforscht und es gibt erste vielversprechende Stoffe. Allerdings muss nach der Entwicklung zunächst eine Zulassung erfolgen, um die Wirksamkeit nachzuweisen und Gefährdungen auszuschließen. Es wäre viel Glück, wenn ein bereits für andere Indikationen zugelassener Stoff gegen das Coronavirus wirken würde. Dann müssten Gefährdungen nicht mehr ausgeschlossen werden. Es ist davon auszugehen, dass zugelassene Medikamente bzw. Impfungen frühestens Ende 2020 zur Verfügung stehen.

Anzahl der Fälle/Ausbreitung
Eine tagesaktuelle Sicht auf die Corina Fälle nach Land finden Sie auf dieser interaktiven Karte: https://coronavirus.jhu.edu/map.html

Eine weitere Übersicht in anderem Format finden Sie auf der Seite der Welt-Gesundheits-Organisation (WHO): https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019/situation-reports

Bei allen Zahlen ist die mangelnde Vergleichbarkeit zwischen einzelnen Ländern zu beachten. So werden in manchen Ländern Verstorbene auf das Virus getestet, in anderen Ländern nicht. Zudem ist die Anzahl der Menschen die überhaupt getestet werden, sehr unterschiedlich. Wenn in einem Land sehr viel getestet wird, werden dort mehr Fälle festgestellt und gemeldet, der Prozentsatz der Verstorbenen wird aber geringer sein.

Quellen:
1. https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie
2. https://www.rki.de
3. https://coronavirus.jhu.edu
4. https://www.who.int

 

 
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